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Einmal Punk, immer Punk

Sie hatten es nie leicht, sie waren immer so umstritten wie von einigen heißgeliebt, sie standen sich oft genug selbst im Weg. Sie haben kaum etwas ausgelassen, was der Rock’n’Roll seinen Protagonisten so an Verführungen und Fallen bereit hält, und sind dementsprechend auch immer wieder mal auf die Nase gefallen. Aber sie sind dabei sich, ihren Fans und ihren Idealen treu geblieben.  Und genau deshalb noch immer der (gar nicht so) heimliche Punk-Rock-Stolz des Südens: LustfingeR, jene Band aus dem Münchner Glasscherbenviertel Hasenbergl, die ab den frühen 80er Jahren mit einer so rotzfrechen wie charmanten Mischung aus melodischem Punk und dreckigem Rock’n’Roll gegen den glattgebügelten Zeitgeist anlärmte und Freunde in ganz Europa sowie auf drei US-Clubtouren sogar in Amerika fand. Über die Jahre haben sie eine Reihe Klassiker des deutschen Punk-Rock geschaffen: „Bitte lieber Staatsanwalt“, „Pleite“, „Jimmy“, „Heilig“ oder ihre Hymne für die Münchner Fußball-Underdogs, „Löwenmut“.
Der Radar des Zeitgeists hat LustfingeR immer mal wieder aus den Augen verloren, doch für die wahren Punk-Rock-Fans in der Republik sind sie längst Kult. Dabei ist es vor allem ein Mann, der das Kultphänomen LustfingeR am Laufen hält: Mitgründer, Gitarrist, Sänger und Hauptsongschreiber Tom „Doc“ Fock, von den Fans auch „Messerfocke“ gerufen.
Nicht nur textlich voller Witz und Biß, sondern auch laut, rau und ohne Schnörkel vereinen die Songs all die typischen, glaubwürdigen LustfingeR-Qualitäten. Die Quintessenz aus vielen Jahren LustfingeR – und damit auch aus vielen Jahren gelebtem Punk-Rock!